Punkrock neu interpretiert

Ursprünglich entstanden aus der Einöde des Dorfes ist die Richie Miller House Band Sprachrohr für alles, was den vier Musiker*innen aus dem Weserbergland auf der Seele liegt: Ob es der eigentlich nette Nachbar ist, dessen Deutschlandfahne im Garten ein Vorbote für seine Facebooktimeline ist oder die eigene Angst davor, im Leben nach dem Punkrock im Büro zu versauern: Die deutschsprachigen Texte verpacken ernsthafte Botschaften ebenso wie bemerkenswerte Anekdoten und Geschichten in eine ordentliche Portion Selbstironie.

Foto: Melina Hoefels

Die Besetzung? Klassisch, zwei Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug, zwei Gesänge und ein paar witzige Einspieler.
Der Bandbus? Mit Syltaufkleber, für den Punkrockfaktor.
Ein paar Extraskills? Der Schlagzeuger fährt Trecker wie kein zweiter, außerdem trinken die vier bei den Proben keinen Alkohol sondern immer literweise Kaffee, damit die Herzfrequenz die Schlagrate der Bassdrum erreicht.

Foto: Melina Hoefels

Bis zum Sommer 2023 war die Band unter dem Namen “Highgain” unterwegs, bis sie endlich gemerkt haben, dass jede dritte neugegründete Coverband so heisst. Nachdem die vier also oft genug auf Instagram falsch markiert wurden, haben sie sich schließlich dazu entschlossen, den Namen zu wechseln und sich komplett von dem Coverbandimage zu lösen. Nachdem 2021 noch unter dem alten Bandnamen eine EP mit gleichem Titel erschien, kam im Winter 2023 die EP „Ikonen und Idioten“ auf die Welt. Deutsche Texte, tanzbare Songs und astreine Stadionpartvorlagen – bei dieser EP bleibt kein Fuß still und kein Auge trocken.

Foto: Melina Hoefels

Gut durchdachte Arrangements und knackige Texte kombiniert mit fabulöser Gitarrenmusik. Das ist die Richie Miller House Band.